Kritische Schwachstellen in HPE Aruba Networking ClearPass Policy Manager entdeckt

Table of Contents

Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat am 3. Dezember 2024 mehrere schwerwiegende Sicherheitslücken in der ClearPass Policy Manager-Software gemeldet. Diese Schwachstellen ermöglichen Angreifern unter anderem Remote Code Execution (RCE), die Ausführung beliebiger Befehle und Cross-Site Scripting (XSS). Betroffen sind Versionen bis 6.12.2 und 6.11.9 sowie alle älteren Builds.

Überblick über die Schwachstellen

  1. CVE-2024-51771 (Remote Code Execution durch OGNL Injection)
    Authentifizierte Angreifer können über die Web-Management-Oberfläche beliebigen Code auf dem ClearPass-Server ausführen. Diese kritische Schwachstelle erhielt eine CVSS v3.1-Bewertung von 7.2.
  2. CVE-2024-51772 (Authenticated Deserialization RCE)
    Eine unsichere Verarbeitung von Objekten erlaubt es Angreifern, Befehle auf dem Host auszuführen. Bewertung: 6.4.
  3. CVE-2024-51773 (Stored Cross-Site Scripting)
    Angreifer können XSS-Angriffe durchführen, die auf die Rechte und Daten authentifizierter Benutzer abzielen. Bewertung: 4.8.
  4. CVE-2024-53672 (Authenticated Command Injection)
    Angreifer können Befehle als Benutzer mit niedrigen Privilegien ausführen. Bewertung: 4.7.

Benutzern wird dringend geraten, ihre Systeme auf die neueste Version zu aktualisieren, da ältere Versionen nicht mehr unterstützt und nicht gepatcht werden. HPE empfiehlt zusätzlich, die Web-Management-Schnittstellen auf dedizierte VLANs zu beschränken und den Zugriff durch Firewall-Regeln zu kontrollieren, um potenzielle Angriffe zu erschweren.

Related Posts

Kritische Sicherheitslücken in der Veeam Service Provider Console

Am 3. Dezember 2024 hat Veeam die Entdeckung und Behebung zweier Sicherheitslücken in der Veeam Service Provider Console (VSPC) Version 8.1 öffentlich bekanntgegeben. Diese Schwachstellen, die als CVE-2024-42448 und CVE-2024-42449 klassifiziert wurden, stellen erhebliche Risiken dar und wurden während interner Tests identifiziert.

Read More

Cert-Bund warnt: Schwachstelle in Zyxel Firewalls aktiv ausgenutzt

Am 22. November 2024 veröffentlichte das BSI eine wichtige Sicherheitswarnung (CSW-Nr. 2024-290907-1032, Version 1.0) im Zusammenhang mit einer Ransomware-Kampagne, die die Zyxel Firewalls USG Flex und ATP missbraucht, um die Helldown Ransomware zu verbreiten. Die Schwachstelle wurde von Angreifern genutzt, um Unternehmensnetzwerke zu kompromittieren, Daten zu verschlüsseln und mit der Veröffentlichung von entwendeten Informationen zu drohen, was die Bedrohung noch gefährlicher macht. Diese Schwachstelle wurde in der Firmware-Version 5.39 der Zyxel Firewalls bestätigt, die am 3. September 2024 veröffentlicht wurde. Trotz eines Sicherheitspatches, der am 21. November 2024 von Zyxel bereitgestellt wurde, berichteten einige Institutionen, dass sie auch nach der Installation des Patches weiterhin von Helldown-Infektionen betroffen waren. Dies deutet darauf hin, dass die alleinige Aktualisierung der Firmware nicht ausreichte, um die Kompromittierungen nachhaltig zu verhindern.

Read More

Datenleck beim LKA Brandenburg: BKA kappt Datenaustausch

Am 4. Dezember 2024 wurde bekannt, dass beim Landeskriminalamt (LKA) Brandenburg ein schwerwiegender IT-Sicherheitsvorfall aufgetreten ist. Das Bundeskriminalamt (BKA) unterbrach den Datenaustausch mit dem Staatsschutz des LKA aufgrund der Sorge, dass geheime Daten durch ein Leck abfließen könnten. Unzureichend gesicherte Netzwerkspeicher und W-LAN, die unter anderem Passwörter zum BKA-Server beinhalteten, stehen im Mittelpunkt der Ermittlungen. Das Innenministerium prüft derzeit auch mögliche Verstöße gegen die Dienst- und Fachaufsicht. Weitere Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit sind angekündigt.

Read More