Kritische Sicherheitslücken in Pepperl+Fuchs Sensor Systemen

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Am 10. Juli 2024 wurde eine kritische Sicherheitslücke (VDE-2024-038) in mehreren Produkten von Pepperl+Fuchs veröffentlicht. Die betroffenen Geräte der OIT Serie werden zur optischen Identifikation in Hochtemperatur Umgebungen eingesetzt und weisen Schwachstellen auf, die durch anonymen FTP-Server- und Telnet-Zugang verursacht werden.

Betroffene Produkte und Versionen

  • Artikelnummer 194233: OIT1500-F113-B12-CB (<= V2.11.0)
  • Artikelnummer 194231: OIT200-F113-B12-CB (<= V2.11.0)
  • Artikelnummer 194232: OIT500-F113-B12-CB (<= V2.11.0)
  • Artikelnummer 295845: OIT700-F113-B12-CB (<= V2.11.0)

Die Schwachstellen können zu folgenden Problemen führen:

  • Informationsoffenlegung: Angreifer können Bilder, Seriennummern, Firmware-Versionen, Betriebssystem-Protokolldateien und Konfigurationen auslesen.
  • Dienstunterbrechung: Prozesse können gestoppt werden, was zu einem Denial-of-Service führt.
  • Gerätemanipulation: Daten können ausgelesen, gelöscht oder geändert werden.

Schwachstellen

  • CVE-2024-6422: Kritisch, Score: 9.8
  • CVE-2024-6417: Hoch, Score: 7.5

Pepperl+Fuchs empfiehlt folgende Maßnahmen:

  • Minimieren Sie die Netzwerkaussetzung der betroffenen Produkte und stellen Sie sicher, dass sie nicht über das Internet zugänglich sind.
  • Isolieren Sie die betroffenen Produkte vom Firmennetzwerk.
  • Verwenden Sie sichere Methoden wie VPNs, wenn Remote-Zugriff erforderlich ist.

Die Sicherheitslücken wurden von BMW AG gemeldet und durch CERT@VDE in Zusammenarbeit mit Pepperl+Fuchs koordiniert.

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