Kritische SQL-Injection-Schwachstelle in Zabbix API entdeckt (CVE-2024-42327)

Am 27. November 2024 bestätigte Zabbix eine schwerwiegende SQL-Injection (SQLi)-Schwachstelle in der user.get API. Diese Schwachstelle betrifft die Zabbix-API und ermöglicht es Angreifern, SQL-Injektionen auszuführen, die zu Privilegieneskalationen führen können. Die Sicherheitslücke wurde unter der CVE-2024-42327-Kennung erfasst und erhielt eine hohe CVSS-Bewertung von 9.9 (kritisch).

Die Schwachstelle wurde in der CUser-Klasse der Zabbix-API entdeckt. Sie tritt auf, wenn die addRelatedObjects-Funktion aus der CUser.get-Methode heraus aufgerufen wird. Diese Methode ist allen Nutzern zugänglich, die über die Zabbix-API zugreifen können, was bedeutet, dass Angreifer mit lediglich Benutzerrechten (also ohne Administratorzugang) in der Lage sind, SQL-Injektionen auszuführen.

SQL-Injektionen erlauben es Angreifern, Datenbankabfragen zu manipulieren, um unbefugten Zugriff auf Daten zu erlangen, oder im schlimmsten Fall die Kontrolle über die Datenbank zu übernehmen. In diesem Fall können Angreifer die Berechtigungen eines normalen Nutzers erweitern und sich somit möglicherweise Administratorrechte verschaffen.

Die Schwachstelle betrifft insbesondere nicht-administrative Benutzerkonten auf der Zabbix-Frontend-Oberfläche, die mit der Standardrolle “User” oder jeder anderen Rolle, die API-Zugriff gewährt, ausgestattet sind. Da diese Sicherheitslücke über die API ausgenutzt werden kann, ist der Angriff auch über das Netzwerk möglich, was das Risiko zusätzlich erhöht.

Die CVE-2024-42327-Schwachstelle kann zu Privilegieneskalation führen, wobei Angreifer ihre eigenen Rechte auf Administratorlevel erhöhen können, um Zugriff auf sensible Zabbix-Daten oder Konfigurationen zu erhalten.

Die Sicherheitslücke betrifft mehrere Versionen von Zabbix. Zu den betroffenen Versionen gehören:

  • Zabbix 6.0.0 bis 6.0.31
  • Zabbix 6.4.0 bis 6.4.16
  • Zabbix 7.0.0

Related Posts

Kritische Cross-Site-Scripting Sicherheitslücke im Drupal Core

Am 20. November 2024 veröffentlichte das Drupal-Security-Team eine Sicherheitswarnung zu einer kritischen Schwachstelle im Drupal 7 Core, die als Cross-Site-Scripting (XSS) klassifiziert wurde. Diese Sicherheitslücke wird durch unsichere Verarbeitung von Benutzereingaben im Overlay-Modul verursacht und betrifft ausschließlich Drupal-7-Installationen mit aktiviertem Overlay-Modul in den Versionen zwischen 7.0 und 7.101.

Read More

Cert-Bund warnt: Schwachstelle in Zyxel Firewalls aktiv ausgenutzt

Am 22. November 2024 veröffentlichte das BSI eine wichtige Sicherheitswarnung (CSW-Nr. 2024-290907-1032, Version 1.0) im Zusammenhang mit einer Ransomware-Kampagne, die die Zyxel Firewalls USG Flex und ATP missbraucht, um die Helldown Ransomware zu verbreiten. Die Schwachstelle wurde von Angreifern genutzt, um Unternehmensnetzwerke zu kompromittieren, Daten zu verschlüsseln und mit der Veröffentlichung von entwendeten Informationen zu drohen, was die Bedrohung noch gefährlicher macht. Diese Schwachstelle wurde in der Firmware-Version 5.39 der Zyxel Firewalls bestätigt, die am 3. September 2024 veröffentlicht wurde. Trotz eines Sicherheitspatches, der am 21. November 2024 von Zyxel bereitgestellt wurde, berichteten einige Institutionen, dass sie auch nach der Installation des Patches weiterhin von Helldown-Infektionen betroffen waren. Dies deutet darauf hin, dass die alleinige Aktualisierung der Firmware nicht ausreichte, um die Kompromittierungen nachhaltig zu verhindern.

Read More

Zertifikatsvalidierungsproblem in der Palo Alto Networks GlobalProtect App

Am 26. November 2024 wurde die Sicherheitslücke CVE-2024-5921 in der Palo Alto Networks GlobalProtect App veröffentlicht, die auf eine unzureichende Validierung von Zertifikaten zurückzuführen ist. Diese Schwachstelle kann von Angreifern ausgenutzt werden, um Root-Zertifikate zu manipulieren und Privilegien zu eskalieren. Die Schwachstelle wird als mittelschwer (Severity 5.6 / MEDIUM) eingestuft.

Read More