Kritische Tomcat Lücke umgeht Rewrite Constraints

In Apache Tomcat wurde eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2025-31651) festgestellt, bei der schlecht konfigurierte Rewrite-Regeln umgangen werden können. Betroffen sind die Versionen 11.0.0-M1 bis 11.0.5, 10.1.0-M1 bis 10.1.39 und 9.0.0-M1 bis 9.0.102. Ein Angreifer kann eine speziell präparierte HTTP-Anfrage senden, die bestehende Rewrite-Constraints unberücksichtigt lässt und dadurch Zugang zu eigentlich geschützten Ressourcen ermöglicht. Während bislang keine öffentlichen Exploits bekannt sind, bewertet die Apache Software Foundation die Lücke mit einem CVSS Base Score von 9.8 als „kritisch“. Nutzer müssen zeitnah auf Tomcat 11.0.6 bzw. höher, 10.1.40 bzw. höher oder 9.0.104 bzw. höher upgraden, um die Schwachstelle zu schließen . Zusätzlich sollten Rewrite-Regel-Konfigurationen überprüft und gegebenenfalls vereinfacht werden sowie Web Application Firewalls eingesetzt werden, um unautorisierte Anfragen bereits auf Netzwerkebene abzufangen.

Related Posts

Cisco warnt vor kritischer Schwachstelle in IOS XE Wireless‑Controllern (CVE‑2025‑20188)

Cisco hat am 7. Mai 2025 eine Security Advisory veröffentlicht, die eine kritische Schwachstelle (CVSS 10.0) im Out‑of‑Band AP Image‑Download‑Feature von IOS XE‑basierenden Wireless LAN Controllern beschreibt (Advisory ID cisco‑sa‑wlc‑file‑uplpd‑rHZG9UfC).

Read More

Sicherheitslücke in GIMP (ZDI-CAN-26752)

Die Zero Day Initiative (ZDI) hat eine Sicherheitslücke in der Bildbearbeitungssoftware GIMP (Version 3.0.2) entdeckt, die bei der Verarbeitung von ICO-Dateien auftritt. Die Schwachstelle (Integer Overflow) ermöglicht eine entfernte Ausführung von Schadcode, da Angreifer durch manipulierte ICO-Dateien einen Heap-Buffer-Overflow auslösen können.

Read More

Kritische Spoofing Schwachstelle in Azure Storage Resource Provider aufgetaucht

Am 8. Mai 2025 wurde CVE-2025-29972 veröffentlicht, eine kritische Spoofing-Schwachstelle im Azure Storage Resource Provider (SRP). Die als SSRF (Server-Side Request Forgery, CWE-918) klassifizierte Lücke trägt die maximale CVSS-Bewertung von 9,9 bzw. 8,9 und erlaubt Angreifern bei niedrigen Rechten und ohne Nutzerinteraktion, beliebige Anfragen im Namen des Dienstes auszuführen. Microsoft hat das Problem bereits vollständig behoben, sodass für Kund:innen kein Handlungsbedarf besteht. Die Koordinierte Offenlegung wurde von Stav Nir und G1ND1L4 (beide Microsoft) unterstützt und bestätigt. Weitere Details finden Interessierte auf der CVE-Eintragseite CVE-2025-29972 und in den Microsoft-Lebenszyklusinformationen.

Read More