Linguistic Lumberjack Sicherheitslücke in Fluent Bit ermöglicht RCE in Clouds

Tenable Research hat eine kritische Memory Corruption Sicherheitslücke in Fluent Bit-Versionen 2.0.7 bis 3.0.3 entdeckt. Das Problem liegt im eingebetteten HTTP-Server, der Trace-Anfragen verarbeitet, und kann zu Denial-of-Service (DoS)-Bedingungen, Informationslecks oder Remote Code Execution (RCE) führen. Fluent Bit ist eine Logging Library, die sich enormer Beliebtheit erfreut. Sie wird in vielen Softwareprojekten und auch in allen grossen Cloud Systemen eingesetzt. Laut Aussage der Entwickler verzeichnet die Fluent Bit 13 Milliarden Installationen.

Die Fluent Bit-Monitoring-API ermöglicht es Administratoren, interne Informationen des Dienstes abzufragen und zu überwachen. Zu den betroffenen Endpunkten gehören “/api/v1/traces” und “/api/v1/trace”. Das Problem tritt bei der Verarbeitung von Anfragen an diese Endpunkte auf, da Eingabenamen nicht ordnungsgemäß validiert werden. Dies führt dazu, dass Nicht-String-Werte in der “inputs”-Array von Anfragen verschiedene Memory Corruptions verursachen können.

Forscher konnten in einer isolierten Laborumgebung diesen Fehler ausnutzen, um den Dienst zum Absturz zu bringen (DoS) und benachbarte Speicherabschnitte auszulesen, was potenziell sensible Informationen preisgeben könnte. Während die Möglichkeit der Remote Code Execution von mehreren Umweltfaktoren abhängt und schwer zu realisieren ist, sind die Risiken von DoS und Informationslecks wesentlich höher.

Das Problem wurde in Version 3.0.4 behoben, indem die Datentypen in der “inputs”-Array validiert werden. Weitere Details finden Sie im entsprechenden Commit auf Github. Die Sicherheitslücke CVE-2024-4323 wurde mit einem kritischen CVSS Score von 9.8 / 10 bewertet

Nutzer von Fluent Bit sollten umgehend auf die neueste Version aktualisieren, um diese Sicherheitslücke zu schließen. Weitere Informationen und die Linux-Pakete sind auf Github verfügbar.

Related Posts

Privilegieneskalation by Design Sicherheitslücke im Stalwart Mail Server entdeckt

Eine kürzlich entdeckte Privilegienseskalations-Sicherheitslücke im Open Source Stalwart Mail Server betrifft alle Versionen bis einschließlich 0.7.3. Die Sicherheitslücke CVE-2024-35187 (CVSS Score 9.1 / 10) ermöglicht es Angreifern, die bereits beliebigen Code als Benutzer des Stalwart-Mail-Servers ausführen können, vollständigen Root-Zugriff auf das System zu erlangen.

Read More

Zabbix Sicherheitslücke CVE-2024-22120: Timing-basierte SQL-Injection

Die Entwickler von Zabbix haben eine kritische Sicherheitslücke (CVE-2024-22120) in der Zabbix Server Audit Log-Funktion geschlossen. Diese Schwachstelle ermöglicht eine Timing-basierte SQL-Injection, die zur Eskalation von Benutzerrechten und potenziell sogar zur Remote Code Execution (RCE) führen kann. Die Lücke wurde in der Version 6.0.28rc1, 6.4.13rc1 und 7.0.0beta2 behoben.

Read More

Privilege Escalation in Trellix ePolicy Orchestrator möglich

Das Sicherheitsunternehmen Trellix hat mehrere kritische Schwachstellen in seiner Sicherheitsmanagementsoftware ePolicy Orchestrator (ePO) entdeckt. Diese Schwachstellen können von entfernten, authentifizierten Angreifern ausgenutzt werden, um ihre Rechte zu erweitern oder vertrauliche Informationen offenzulegen. Betroffen sind alle Versionen vor 5.10 Service Pack 1 Update 2. Betroffen ist nur die Windows Version.

Read More