Microsoft führt verpflichtende Multi-Faktor-Authentifizierung für alle Azure-Nutzer ein

Microsoft hat angekündigt, dass ab 15. Oktober 2024 die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für alle Azure-Nutzer verpflichtend wird. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Sicherheit von Azure-Tenants zu erhöhen und die Cloud-Investitionen der Unternehmen besser zu schützen. Wenn man sich jetzt bereits proaktiv darum kümmert, den Zeitpunkt für den Starts der MFA zu setzen, lässt sich die Umsetzung bis Anfang 2025 hinauszögern.

MFA verlangt von Nutzern, zwei oder mehr Identitätsnachweise zu erbringen, bevor sie auf Dienste oder Ressourcen zugreifen können, und bietet somit eine zusätzliche Sicherheitsschicht über die herkömmliche Benutzername-Passwort-Authentifizierung hinaus.

Die Einführung von MFA erfolgt schrittweise, um die Auswirkungen auf die Nutzung so gering wie möglich zu halten. Microsoft wird betroffene Nutzer über die genauen Rollout-Termine per E-Mail und über das Azure-Portal informieren. Wer nicht auf den offiziellen Rollout warten möchte, kann MFA bereits jetzt über den MFA-Assistenten für Microsoft Entra einrichten.

Diese Maßnahme ist Teil von Microsofts Bemühungen, die Sicherheit von Azure-Nutzern angesichts zunehmender und komplexer Cyberangriffe zu stärken. MFA ist laut Microsoft eines der effektivsten Mittel gegen Kontoübernahmen, da es über 99,2 % der Angriffe abwehren kann.

Related Posts

Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) von staatlichen chinesischen Hackern ausspioniert

Am 31. Juli 2024 gab die Bundesregierung bekannt, dass ein schwerer Cyberangriff auf das Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) im Jahr 2021 eindeutig staatlichen chinesischen Akteuren zugeordnet werden konnte. Nach Abschluss des nationalen Attribuierungsverfahrens, das unter der Federführung des Auswärtigen Amts durchgeführt wurde, wurde bestätigt, dass der Angriff der Spionage diente. Dabei infiltrierten die Angreifer das Netzwerk des BKG und nutzten kompromittierte Endgeräte von Privatpersonen und Unternehmen als Verschleierungsnetzwerk.

Read More

Datenleck bei Pinterest betrifft 60 Mio Datensätze

Am 15. Juli 2024 berichtete cyberpress.org über ein mögliches Datenleck bei Pinterest, bei dem angeblich 60 Millionen Datensätze von Nutzern veröffentlicht wurden. Der Hacker “Tchao1337” behauptet, eine Datenbank mit E-Mail-Adressen, Benutzernamen, Benutzer-IDs und IP-Adressen auf einem Datenleck-Forum hochgeladen zu haben.

Read More

Sicherheitslücke bei Dating-Apps ermöglicht Standortermittlung auf 2 Meter genau

Forscher der belgischen Universität KU Leuven haben Sicherheitslücken in mehreren beliebten Dating-Apps, darunter Bumble und Hinge, entdeckt, die es Stalkern ermöglichen könnten, den Standort von Nutzern bis auf zwei Meter genau zu ermitteln.

Read More