Microsofts China-Stützpunkt könnte US-Verteidigungsdaten gefährden

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Ein kaum bekanntes Support-Programm von Microsoft könnte laut einer umfangreichen ProPublica-Recherche eine massive Sicherheitslücke im US-Verteidigungsministerium darstellen. Demnach setzt Microsoft zur Wartung sensibler Regierungs-Cloud-Systeme Ingenieure in China ein – überwacht lediglich von US-Personal mit oft unzureichender technischer Qualifikation.

Die zentralen Vorwürfe:

  • “Digitale Escorts” (US-Staatsbürger mit Sicherheitsfreigabe) geben Befehle chinesischer Entwickler in Pentagon-Systeme ein – oft ohne sie wirklich zu verstehen.
  • Trotz interner Warnungen und bekannter Risiken baute Microsoft das System weiter aus.
  • Chinesische Gesetze ermöglichen staatlichen Zugriff auf Unternehmensdaten – ein Spionagezugang scheint möglich.
  • Die US-Cloud-Daten umfassen sensible Bereiche wie militärische Einsätze (Impact Level 4 und 5).

Ex-Geheimdienstchef Harry Coker nennt die Praxis „eine Einladung zur Spionage“ und fordert ein sofortiges Überprüfen durch Cyber Command und andere Behörden. Auch Ex-DOD-CIO John Sherman zeigte sich überrascht und alarmiert.

Microsoft erklärte, dass kein direkter Zugriff auf Systeme bestehe und interne Prüfprozesse („Lockbox“) greifen würden. Doch laut Insidern sind hundertfache Interaktionen pro Monat mit China-basierten Technikern gängige Praxis – häufig mit minimaler Kontrolle.

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