National Public Data meldet nach Datenleck Insolvenz an

Das in Florida ansässige Unternehmen National Public Data, spezialisiert auf Hintergrundüberprüfungen, hat am 15. Oktober 2024 Insolvenz angemeldet. Grund dafür ist ein massives Datenleck, bei dem etwa 270 Millionen Sozialversicherungsnummern sowie weitere persönliche Daten gestohlen wurden. Die Hackergruppe USDoD bot die gestohlenen Daten im Darknet zum Verkauf an. Das Unternehmen sieht sich nun mit zahlreichen Klagen und regulatorischen Herausforderungen konfrontiert, während die finanziellen Mittel für Entschädigungen oder Schadensregulierungen äußerst begrenzt sind. Betroffensind Namen, Geburtsdaten, Adressen und Sozialversicherungsnummern.

Die Muttergesellschaft Jericho Pictures geht davon aus, dass die enormen Schulden und die finanziellen Belastungen durch die laufenden Verfahren nicht bewältigt werden können. Mehr als 20 US-Bundesstaaten sowie die Federal Trade Commission (FTC) haben Untersuchungen eingeleitet und erwarten Bußgelder.

Besonders besorgniserregend ist, dass die Versicherer nach dem Vorfall die Deckung verweigerten und das Unternehmen lediglich über etwa 75.000 Dollar an Vermögenswerten verfügt, während die Kosten für die Überwachung der Kreditwürdigkeit Hunderttausender Betroffener deutlich höher ausfallen.

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