Neue Phishing-Technik missbraucht Microsoft ADFS und legitime office.com-Links

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Forscher von Push haben eine neuartige Phishing-Methode entdeckt, bei der Angreifer Active Directory Federation Services (ADFS) einsetzen, um Opfer über legitime office.com-Links auf gefälschte Microsoft-Anmeldeseiten umzuleiten.

Die Kampagne kombiniert mehrere aktuelle Detection-Evasion-Techniken:

  • Malvertising: Opfer gelangten über Google Ads mit Tippfehler-Suchanfragen wie „Office 265“ auf die Phishing-Seite.
  • ADFS-Umleitungen: Durch das Einrichten eigener Microsoft-Tenants mit ADFS-Integration können Angreifer Microsoft selbst dazu bringen, Nutzer an bösartige Login-Seiten weiterzuleiten.
  • Täuschungsdomänen: Fake-Seiten wie bluegraintours[.]com dienen als unauffällige Zwischenstationen, um Sicherheitsfilter zu umgehen.

Die Phishing-Seiten selbst erscheinen als klassische Reverse-Proxy-Klone von Microsoft-Loginseiten, die auch Multi-Faktor-Authentifizierung umgehen können.

Risiken und Takeaways

  • Der Angriff gleicht einer Open-Redirect-Schwachstelle auf Outlook.com und erschwert URL-basierte Erkennung erheblich.
  • Jeder mit einem Microsoft-Tenant und ADFS-Einrichtung könnte ähnliche Angriffe durchführen.
  • Malvertising wird zunehmend genutzt, um E-Mail-Schutzmechanismen zu umgehen.

Empfehlungen

  • Proxy-Logs auf verdächtige ADFS-Redirects überwachen.
  • Google Ads-Parameter in Kombination mit office.com-Weiterleitungen genauer prüfen.
  • Ad-Blocker unternehmensweit einsetzen, um Malvertising als Angriffsvektor zu reduzieren.

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