Neue Regelungen zur Gesichtserkennung durch Polizei geplant

Am 11. September 2024 wurde ein Gesetzesentwurf veröffentlicht, der der Polizei erlaubt, Verdächtige mithilfe von Gesichtserkennung zu identifizieren. Ermittler sollen biometrische Fotos von Verdächtigen mit öffentlich zugänglichen Internetbildern abgleichen dürfen. Dies betrifft jedoch nur statische Bild- und Videodateien, nicht Echtzeitübertragungen wie Livestreams. Der Abgleich darf nur für schwerwiegende Straftaten erfolgen, und die erhobenen Daten müssen gelöscht werden, wenn sie keinen Ermittlungsansatz bieten.

Der Vorstoß, der im Zusammenhang mit den Terrorismusbekämpfungsplänen der Bundesregierung steht, zielt darauf ab, die Sicherheitsbehörden zu stärken. Kritiker halten die Regelung jedoch für wenig praxistauglich, da sie ohne den Aufbau einer permanenten Gesichtsdatenbank arbeitet, was zu erheblichen technischen Herausforderungen führen könnte. Eine Gesichtsdatenbank ist aber auf Grund der neuen KI-Verordnung der EU rechtlich nicht möglich.

Related Posts

Hackerangriff auf Reha-Klinik in Bad Wildungen

Unbekannte Hacker haben die Klinik am Kurpark in Bad Wildungen-Reinhardshausen angegriffen. Wie die Klinik mitteilt, sind die Angreifer vermutlich an personenbezogene Daten gelangt. Der Betrieb der Klinik sei jedoch nicht beeinträchtigt. Der Vorfall ereignete sich bereits am 27. August, und seitdem wurden Maßnahmen zur Eindämmung des Angriffs ergriffen. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt hat die Ermittlungen aufgenommen. Unterstützt wird die Klinik von Cyber- und Datenschutzexperten sowie Polizei und Landeskriminalamt. Weitere Informationen sollen folgen.

Read More

Hackerangriff auf Deutsche Flugsicherung (DFS)

Hacker haben die Deutsche Flugsicherung (DFS) mit einem Cyberangriff getroffen. Laut DFS, die ihren Sitz in Langen bei Frankfurt am Main hat, wurde die administrative IT-Infrastruktur der Bürokommunikation betroffen. Die Flugsicherheit und der Betrieb des Flugverkehrs wurden jedoch nicht beeinträchtigt und laufen weiterhin normal.

Read More

Chinesische Tastatur-Apps: 8 von 9 senden Eingaben in die Cloud

Eine Studie vom April 2024 warnt, dass 8 von 9 getesteten chinesischen Tastatur-Apps, das Abhören von Benutzereingaben ermöglichen. Die betroffenen Apps werden von namhaften Herstellern wie Baidu, Honor, Huawei (ohne festgestellte Schwachstellen), iFlytek, OPPO, Samsung, Tencent, Vivo und Xiaomi angeboten. Betroffen sind Android wie IOS. Die Sicherheitsanalyse konzentrierte sich auf die Übertragung von Benutzereingaben dieser Tastatur-Apps an Cloud-Server. Dabei wurden kritische Sicherheitslücken entdeckt, die es ermöglichen, die übertragenen Eingaben vollständig einzusehen. Dies birgt das Risiko, dass sensible Informationen wie Finanzdaten, Login-Daten und verschlüsselte Nachrichten abgefangen werden können.

Read More