Datenschutz-Sammelklage: Oracle zahlt 115 Millionen Dollar

22.07.2024: Oracle hat in einem Class-Action Verfahren in den USA zugestimmt, 115 Millionen Dollar zur Beilegung einer zweijährigen Sammelklage bezüglich des Missbrauchs von Nutzerdaten zu zahlen. Die Klage behauptete, dass Oracles Datenverkaufsaktivitäten das Recht der Internetnutzer auf Privatsphäre nach der kalifornischen Verfassung sowie verschiedene bundesstaatliche und staatliche Datenschutzgesetze verletzten. Die Einigung betrifft 220 Millionen betroffene Nutzer, die jeweils eine gleichmäßige Entschädigung aus einem unwiderruflichen Fonds erhalten werden.

Zusätzlich hat Oracle zugesagt, bestimmte Arten elektronischer Kommunikation nicht mehr zu sammeln und ein Audit-Programm einzuführen, um sicherzustellen, dass Kunden vertragliche Datenschutzverpflichtungen einhalten. Die Klage, die im August 2022 eingereicht wurde, folgte auf eine umfassende Untersuchung von Oracles Datenschutzpraktiken, die im Jahr 2020 begann. Diese Untersuchung umfasste die Analyse öffentlich zugänglicher Daten, Beschwerden von Kundenorganisationen und Regierungsbehörden sowie Expertenmeinungen und technische Dokumentationen von Oracle.

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