Wissen

„Copy Fail" – 732 Bytes reichen für Root auf jedem Linux-Server

Sicherheitsforscher von Theori haben eine Schwachstelle im Linux-Kernel veröffentlicht, die seit 2017 in praktisch allen gängigen Distributionen schlummert. Der Fehler steckt im Zusammenspiel dreier Kernel-Komponenten: dem Krypto-Socket AF_ALG, dem Systemaufruf splice() und dem AEAD-Template authencesn. Ein nicht privilegierter lokaler Nutzer kann damit gezielt 4 Bytes in den In-Memory-Cache eines beliebigen lesbaren setuid-Binaries schreiben – ohne die Datei auf der Festplatte zu verändern. Standard-Integritätsprüfungen wie checksummen-basiertes File-Monitoring schlagen deshalb nicht an. Ein 732-Byte-Python-Skript reicht, um auf Ubuntu, Amazon Linux, RHEL und SUSE Root zu erlangen. Ein PoC ist öffentlich verfügbar.

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Apache HTTP Server: HTTP/2-Lücke ermöglicht Remote Code Execution

In Apache HTTP Server 2.4.66 wurde eine Double-Free-Schwachstelle im HTTP/2-Stack entdeckt. Das bedeutet: Ein bereits freigegebener Speicherbereich wird ein zweites Mal freigegeben, was zu korruptem Heap-Speicher führt. Im schlimmsten Fall lässt sich darüber beliebiger Code auf dem Server ausführen – ein klassischer Remote-Code-Execution-Angriff. Der Auslöser ist ein früher Reset einer HTTP/2-Verbindung, ein Muster das Angreifer gezielt herbeiführen können. Mit CVSS 8.8 und dem technischen Impact „total" stuft auch die US-Behörde CISA die Lücke als ernstzunehmend ein, auch wenn bisher keine aktive Ausnutzung bekannt ist.

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Kritische Lücke im Apache HTTP Server – mod_proxy_ajp

Im Apache HTTP Server wurde eine Heap-Buffer-Overflow-Schwachstelle im Modul mod_proxy_ajp entdeckt. Ein bösartiger AJP-Backend-Server kann dabei 4 Bytes kontrolliert außerhalb eines Heap-Puffers schreiben – was in der Praxis zur vollständigen Kompromittierung des Servers führen kann: Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit sind alle maximal gefährdet. Der CVSS-Score liegt bei 9.8 von 10. Betroffen sind alle Versionen bis einschließlich 2.4.66. Das Angriffsszenario setzt voraus, dass mod_proxy_ajp aktiv ist und auf einen – auch intern kompromittierten – AJP-Server zeigt, etwa einen Tomcat-Backend-Server.

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Europols Schatten-IT: Millionen Datensätze ohne Kontrolle

Laut einem Bericht von heise.de belegen interne Dokumente, dass Europol jahrelang bis zu 99 % seiner operativen Daten auf einer Plattform ohne IT-Kontrolle und Zugriffsprotokollierung verarbeitete — darunter Standortdaten, Finanztransaktionen und Ausweisdokumente auch von Unverdächtigen. Der EU-Datenschutzbeauftragte wurde offenbar gezielt im Dunkeln gelassen. Ein ehemaliger Insider berichtet, die Behörde versuche das System nun nachträglich zu legalisieren.

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Schwere Sicherheitslücke im Apache Webserver ermöglicht Systemabsturz und Codeausführung

Die Apache Software Foundation hat ein Update für ihren weit verbreiteten HTTP Server veröffentlicht, das eine kritische Schwachstelle schließt. CVE-2026-23918 (CVSS 8.8) betrifft ausschließlich Apache HTTP Server 2.4.66 mit aktiviertem HTTP/2-Modul (mod_http2). Ein Angreifer kann mit nur zwei Netzwerkpaketen, ohne Authentifizierung, den Serverprozess zum Absturz bringen (Denial of Service). Unter bestimmten Systemkonfigurationen – konkret wenn der APR-mmap-Allocator aktiv ist, was auf Debian, Ubuntu und im offiziellen Docker-Image standardmäßig der Fall ist – ist sogar die Ausführung von beliebigem Code nachweislich möglich. Forscher haben einen funktionierenden Exploit demonstriert. Der klassische prefork-Modus ist nicht betroffen; wer jedoch worker oder event als MPM einsetzt, ist verwundbar.

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CVE-2026-30893 – Kritische Lücke in Wazuh erlaubt Codeausführung über Cluster-Sync

Wer Wazuh als SIEM- oder Monitoring-Plattform im Cluster-Betrieb einsetzt, sollte umgehend handeln. In der Funktion decompress_files() werden Dateipfade aus empfangenen Sync-Archiven ungefiltert an os.path.join() übergeben – ein klassischer Path-Traversal-Fehler. Ein authentifizierter Cluster-Peer kann dadurch Dateien an beliebige Stellen im Dateisystem schreiben, etwa Python-Module überschreiben, die Wazuh selbst lädt, und so Code im Kontext des Wazuh-Dienstes ausführen. In Docker-Umgebungen, wo der Daemon häufig als root läuft, ist eine vollständige Systemkompromittierung möglich – inklusive Cron-Jobs, SSH-Keys und mehr. Ein funktionierender Proof-of-Concept ist öffentlich verfügbar, was die Dringlichkeit weiter erhöht.

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CVE-2026-21510 – Windows Shell umgeht SmartScreen-Schutz

Microsoft hat am 10. Februar 2026 einen Patch für eine aktiv ausgenutzte Sicherheitslücke in der Windows Shell veröffentlicht. Die Schwachstelle mit der Kennung CVE-2026-21510 erhält einen CVSS-Score von 8,8 (Hoch) und betrifft nahezu alle aktuellen Windows-Versionen – von Windows 10 bis Windows 11 sowie Windows Server 2012 bis 2025.

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Kritische SicherheitslĂĽcke in GitHub: CodeausfĂĽhrung per git push (CVE-2026-3854)

Wiz Research hat Ende März eine schwerwiegende Schwachstelle in der internen Git-Infrastruktur von GitHub entdeckt und verantwortungsvoll gemeldet. Die Lücke erlaubte es jedem angemeldeten Nutzer, mit einem einzigen git push-Befehl beliebigen Code auf GitHubs Backend-Servern auszuführen – ohne spezielle Werkzeuge, nur mit einem normalen Git-Client.

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BGH: Privatadresse und Unterschrift dürfen aus dem Handelsregister gelöscht werden

Der Bundesgerichtshof hat am 18. Februar 2026 ein datenschutzrechtlich bedeutsames Urteil gesprochen (Az. II ZB 2/25): Wer als Geschäftsführer Dokumente beim Handelsregister eingereicht hat, die mehr personenbezogene Daten enthalten als gesetzlich vorgeschrieben – etwa die private Wohnanschrift oder eine handschriftliche Unterschrift –, kann deren Austausch gegen bereinigte Fassungen verlangen. Der BGH stützt sich dabei auf das Recht auf Löschung nach Art. 17 DSGVO.

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Chatkontrolle: Rechtslage unklar, Tech-Konzerne scannen weiter

Seit dem Wochenende ist die EU-Übergangsregelung ausgelaufen, die Unternehmen wie Google, Meta und Microsoft erlaubte, private Nachrichten anlasslos nach Darstellungen sexualisierter Gewalt gegen Kinder (CSAM) zu durchsuchen. Eine Verlängerung scheiterte im Europaparlament. Ohne diese Ausnahmeregelung verstoßen automatisierte Massenscans nach Einschätzung von Experten und der EU-Kommission selbst gegen die geltende E-Privacy-Richtlinie.

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