Phishing Trend: Subdomain Hijacking

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Subdomain Hijacking, oder die Übernahme von Subdomains, ist eine Sicherheitsbedrohung, bei der Angreifer die Kontrolle über eine Subdomain einer legitimen Website erlangen. Diese Angriffsmethode kann ausgenutzt werden, um Sicherheitsmaßnahmen wie [Sender Policy Framework](https://de.wikipedia.org/wiki/Sender_Policy_Framework#:~:text=Das%20Sender%20Policy%20Framework%20(SPF,Verfahren%20zur%20Abwehr%20von%20Spam.) (SPF) und ähnliche E-Mail-Authentifizierungsverfahren zu umgehen und steht daher bei Phishing Kriminellen hoch im Kurs, um nicht im Spam Postfach zu landen.

SPF ist ein E-Mail-Authentifizierungsverfahren, das dazu dient, zu überprüfen, ob eingehende E-Mails von dem angegebenen Server in der Domain des Absenders autorisiert sind. Durch die Übernahme einer Subdomain können Angreifer E-Mails so aussehen lassen, als kämen sie von einer legitimen Quelle, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass diese E-Mails die Spamfilter umgehen.

Wie funktioniert Subdomain Hijacking?

Subdomain Hijacking kann auf verschiedene Weise durchgeführt werden, aber eine gängige Methode beinhaltet das Ausnutzen von verwaisten DNS-Einträgen. Ein verwaister DNS-Eintrag liegt vor, wenn eine Subdomain auf eine Ressource (wie einen Server oder eine Cloud-Dienst-Instanz) verweist, die nicht mehr existiert oder nicht mehr in Gebrauch ist. Angreifer können diese Situation ausnutzen, indem sie:

  1. Identifizierung verwaister Subdomains: Angreifer finden Subdomains mit DNS-Einträgen, die auf nicht mehr existierende Ressourcen zeigen.
  2. Registrierung der Ressource: Sie registrieren die nicht mehr existierende Ressource unter ihrer Kontrolle, sei es ein Cloud-Dienst-Konto oder ein Server.
  3. Übernahme der Subdomain: Sobald die Ressource unter der Kontrolle des Angreifers ist, übernehmen sie die Subdomain. Jetzt können sie Inhalte hosten oder E-Mails von dieser Subdomain aus versenden, als ob sie legitime Betreiber wären.

Umgehung von SPF und anderen E-Mail-Sicherheitsmaßnahmen

Mit der Kontrolle über eine legitime Subdomain können Angreifer E-Mail-Sicherheitsmaßnahmen wie SPF, DomainKeys Identified Mail (DKIM) und Domain-based Message Authentication, Reporting, and Conformance (DMARC) umgehen, indem sie:

  • E-Mails von der übernommenen Subdomain senden: Da die E-Mails von einer legitimen Subdomain aus versendet werden, erscheinen sie als von der Hauptdomain autorisiert. SPF-Checks, die lediglich überprüfen, ob der sendende Server für die Domain autorisiert ist, können dadurch getäuscht werden.
  • Legitime Erscheinung: E-Mails, die von einer echten Subdomain einer bekannten Domain gesendet werden, wirken vertrauenswürdiger, was die Effektivität von Phishing-Angriffen und Malware-Verbreitung erhöht.
  • Ausnutzung des Vertrauens: Nutzer und E-Mail-Filter könnten E-Mails von einer bekannten Subdomain als sicher einstufen, was das Risiko erhöht, dass schädliche Inhalte oder Links geöffnet werden.

Schutzmaßnahmen gegen Subdomain Hijacking

  • Regelmäßige Überprüfung von DNS-Einträgen: Stellen Sie sicher, dass alle DNS-Einträge gültig sind und auf aktive Ressourcen zeigen.
  • Verwendung von DNSSEC: DNS Security Extensions (DNSSEC) helfen, die Authentizität von DNS-Antworten zu gewährleisten und reduzieren das Risiko von DNS-Hijacking.
  • Überwachung von Domain- und Subdomain-Registrierungen: Werkzeuge und Dienste, die Domains und Subdomains auf potenzielle Sicherheitsrisiken überwachen, können frühzeitig Warnungen ausgeben.
  • Implementierung umfassender E-Mail-Authentifizierungsrichtlinien: Eine starke DMARC-Politik kann helfen, die Auswirkungen von E-Mail-Spoofing und Phishing zu minimieren, auch wenn eine Subdomain kompromittiert wurde.

Subdomain Hijacking stellt eine ernsthafte Bedrohung für die Online-Sicherheit dar, insbesondere weil es Angreifern ermöglicht, vertrauenswürdig erscheinende E-Mails zu versenden, die Sicherheitsmaßnahmen wie SPF umgehen können. Organisationen sollten proaktive Schritte unternehmen, um ihre Subdomains zu schützen und regelmäßig ihre Sicherheitskonfigurationen zu überprüfen.

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