Ransomwareangriff legt GBI-Genios Wirtschaftsdatenbank lahm

Am 8. April 2024 veröffentlichte die GBI-Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH, ein führender Anbieter von Wirtschafts- und Wissenschaftsinformationen, auf Linkedin, dass Sie Ziel eines massiven Ransomwareangriffs wurde. Der Ransomwareangriff hat die IT-Infrastruktur von GBI-Genios so stark beeinträchtigt, sodass die Systeme derzeit nicht erreichbar sind. Das Unternehmen hat bestätigt, dass der Wiederherstellungsprozess mehrere Tage in Anspruch nehmen wird. Ebenso sind die Kommunikationswege des Unternehmens betroffen, was den Informationsfluss an Kunden und Partner erschwert. Laut uns zugespielten Presse- und Kundeninformationen wurde die On-Premise VMware Virtualisierungsinfrastruktur durch VMware Bordmittel verschlüsselt. Es gibt aktuell keine Anzeichen, dass Clients oder andere Infrastruktursysteme betroffen sind und laut Aussage von GBI-Genios auch keine Anzeichen für einen Datenabfluss. Da die Systeme noch in einem abgeschalteten Zustand sind, können noch keine Aussagen zu betroffenen kundenspezifischen Useraccounts getroffen werden. Betroffen sind *.genios.de, *.wiso-net.de, *.ebib.genios.de.

Denn Genios wird oft in der Software Supply Chain von Universitäten und Bibliotheken eingesetzt. In Folge des Angriffs sind die oft in Bibliotheken und Universitäten angebotenen Datenbank Services der GBI-Genios derzeit nicht verfügbar.

Im Rahmen des Angriffs wurden die die Polizei, relevante Behörden und betroffene Geschäftspartner informiert. Es wurde Strafanzeige gestellt und klar gemacht, dass Erpressungsversuchen nicht nachgekommen wird.

Derzeit liegt noch kein forenischer Report vor. Laut Pressemitteilung des Anbieters laufen die internen Ermittlungen noch an. Externe IT Experten wurden zur Härtung der Systeme und Aufarbeitung des Angriffs hinzugezogen.

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