Sonatype Nexus Repository 3: Path Traversal ermöglicht Zugriff auf Systemdateien

Am 16. Mai 2024 veröffentlichte Sonatype eine Sicherheitswarnung im Nexus Repository 3 über eine Schwachstelle, die es einem nicht authentifizierten Angreifer ermöglicht, auf Systemdateien zuzugreifen, indem er eine speziell gestaltete URL verwendet. Diese Schwachstelle betrifft alle bisherigen Versionen von Sonatype Nexus Repository 3.x OSS/Pro bis einschließlich Version 3.68.0 und wurde in der Version 3.68.1 behoben. Sonatype Nexus Repository ist ein Repository Manager für Binaries und Build Artifakte.

Die Sicherheitslücke erlaubt es Angreifern, Dateien aus dem System zu extrahieren, die außerhalb des regulären Anwendungsbereichs des Nexus Repository liegen. Dies kann ohne jegliche Authentifizierung geschehen, was das Risiko dieser Schwachstelle erheblich erhöht.

Das Problem wurde durch eine interne Codeänderung behoben, und Sonatype empfiehlt allen Benutzern dringend, auf die neueste Version 3.68.1 zu aktualisieren. Sollten sofortige Updates nicht möglich sein, bietet Sonatype alternative Maßnahmen zur Risikominderung an, die auf ihrer Support-Website zu finden sind.

Die Schwachstelle CVE-2024-4956 wurde mit einem CVSS-Score von 7.5 als hoch eingestuft. Der zugrunde liegende CVSS-Vektor lautet: CVSS:3.1/AV:N/AC:L/PR:N/UI:N/S:U/C:H/I:N/A:N. Dies bedeutet, dass der Angriff über das Netzwerk erfolgen kann, eine geringe Komplexität aufweist und keine speziellen Privilegien oder Benutzerinteraktionen erfordert. Die Auswirkungen betreffen hauptsächlich die Vertraulichkeit, da Angreifer auf sensible Systemdateien zugreifen können.

Für Deployments, die nicht sofort aktualisiert werden können, sind alternative Risikominderungsmaßnahmen verfügbar. Diese Maßnahmen umfassen Netzwerksegmentierung, strikte Zugangskontrollen und die Implementierung von Web Application Firewalls (WAF), um unautorisierte Zugriffe zu verhindern.

Related Posts

Privilege Escalation in Trellix ePolicy Orchestrator möglich

Das Sicherheitsunternehmen Trellix hat mehrere kritische Schwachstellen in seiner Sicherheitsmanagementsoftware ePolicy Orchestrator (ePO) entdeckt. Diese Schwachstellen können von entfernten, authentifizierten Angreifern ausgenutzt werden, um ihre Rechte zu erweitern oder vertrauliche Informationen offenzulegen. Betroffen sind alle Versionen vor 5.10 Service Pack 1 Update 2. Betroffen ist nur die Windows Version.

Read More

Wegen Sicherheitslücken: NCSC empfiehlt Umstieg von SSLVPN/WebVPN auf IPSec basierte Alternativen

Das norwegische National Cyber Security Centre (NCSC) hat Unternehmen dazu aufgefordert, ihre SSLVPN- und WebVPN-Lösungen durch sicherere Alternativen zu ersetzen. Grund sind wiederholte Ausnutzungen von Sicherheitslücken in diesen VPN-Lösungen. Unternehmen, die dem Sicherheitsgesetz unterliegen, sollten die Umstellung bis Ende 2024 abschließen. Für andere Unternehmen ist eine Umstellung bis Ende 2025 empfohlen.

Read More

Privilegieneskalation by Design Sicherheitslücke im Stalwart Mail Server entdeckt

Eine kürzlich entdeckte Privilegienseskalations-Sicherheitslücke im Open Source Stalwart Mail Server betrifft alle Versionen bis einschließlich 0.7.3. Die Sicherheitslücke CVE-2024-35187 (CVSS Score 9.1 / 10) ermöglicht es Angreifern, die bereits beliebigen Code als Benutzer des Stalwart-Mail-Servers ausführen können, vollständigen Root-Zugriff auf das System zu erlangen.

Read More