DNS Cache Poisoning

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DNS-Cache-Poisoning, auch bekannt als DNS-Spoofing, ist ein Angriffstyp, bei dem ein Angreifer falsche EintrĂ€ge in den DNS-Cache eines DNS-Servers einschleust. Diese falschen EintrĂ€ge fĂŒhren dazu, dass Nutzer, die versuchen, eine legitime Website zu erreichen, stattdessen auf eine vom Angreifer kontrollierte bösartige Seite umgeleitet werden. Dies kann dazu benutzt werden, um persönliche Daten zu stehlen, Malware zu verbreiten oder den Datenverkehr zu ĂŒberwachen. Der Angriff nutzt SicherheitslĂŒcken im DNS-Protokoll aus, um den Cache des Servers mit gefĂ€lschten Adresszuweisungen zu „vergiften“.

DNS-Cache-Poisoning (DNS-Spoofing) erfolgt typischerweise durch Ausnutzen von SchwĂ€chen im Domain Name System (DNS), einem der grundlegenden Bausteine des Internets, das fĂŒr die Umsetzung von Domainnamen (wie www.example.com) in IP-Adressen (wie 192.0.2.1) zustĂ€ndig ist. Hier ist eine detaillierte ErklĂ€rung, wie Angreifer das schaffen:

Schritte des DNS-Cache-Poisoning

  1. Abfangen einer DNS-Anfrage: Der Angreifer wartet darauf, dass ein DNS-Resolver (oft ein Server Ihres Internetanbieters) eine Anfrage nach der IP-Adresse einer bestimmten Domain stellt. Diese Anfrage wird ĂŒblicherweise ausgelöst, wenn ein Benutzer versucht, eine Webseite zu besuchen.
  2. FĂ€lschung der Antwort: Bevor der legitime DNS-Server antworten kann, sendet der Angreifer eine gefĂ€lschte Antwort zurĂŒck zum DNS-Resolver. Diese Antwort enthĂ€lt falsche Informationen, z.B. die IP-Adresse einer vom Angreifer kontrollierten bösartigen Webseite statt der echten IP-Adresse der angefragten Domain.
  3. Übernahme des Cache: Wenn die gefĂ€lschte Antwort den DNS-Resolver zuerst erreicht, wird sie als legitim betrachtet. Der Resolver speichert die falschen Informationen in seinem Cache, einem Speicherort, der dazu dient, hĂ€ufig benötigte DNS-Anfragen schnell beantworten zu können. ZukĂŒnftige Anfragen nach derselben Domain werden dann mit der falschen IP-Adresse beantwortet.
  4. Umlenkung der Benutzer: Jeder Benutzer, der die kompromittierte Domain anfragt, wird unbewusst auf die bösartige Website umgeleitet. Dies kann dazu verwendet werden, Phishing-Angriffe durchzufĂŒhren, Malware zu verbreiten oder vertrauliche Informationen zu stehlen.

Techniken und Schwachstellen

  • Schnelligkeit der Antwort: Einer der SchlĂŒssel zum Erfolg eines DNS-Poisoning-Angriffs ist es, schneller als der echte DNS-Server zu antworten. Angreifer nutzen oft schnelle Netzwerkverbindungen oder fĂŒhren den Angriff nahe am Ziel durch.
  • Ausnutzung von SicherheitslĂŒcken: Ältere oder schlecht konfigurierte DNS-Server, die nicht gegen solche Angriffsarten geschĂŒtzt sind, sind besonders anfĂ€llig. Server, die nicht ĂŒber Mechanismen zur ÜberprĂŒfung der AuthentizitĂ€t von DNS-Antworten verfĂŒgen (wie DNSSEC, eine Erweiterung des DNS-Protokolls, die Sicherheitsverbesserungen bietet), können leichter angegriffen werden.
  • Verwendung von ZufĂ€lligkeiten: FrĂŒher waren viele DNS-Implementierungen in ihrer Auswahl von Transaktions-IDs und anderen Werten, die zur Unterscheidung zwischen verschiedenen Anfragen dienen, nicht ausreichend zufĂ€llig. Angreifer konnten diese Vorhersehbarkeit ausnutzen, um ihre gefĂ€lschten Antworten passender zu machen.

Das DNS-Cache-Poisoning ist ein mĂ€chtiges Werkzeug fĂŒr Cyberkriminelle, da es ermöglicht, viele Benutzer gleichzeitig zu beeinflussen, ohne dass diese etwas davon merken. Daher ist es wichtig, dass DNS-Server gut gesichert und auf dem neuesten Stand gehalten werden, um solche Angriffe zu verhindern.

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