Wer wissen möchte, wer das eigene LinkedIn-Profil besucht hat, soll dafür bezahlen – das ist die aktuelle Praxis der Microsoft-Tochter. Die österreichische Datenschutzorganisation noyb sieht darin einen klaren Verstoß gegen Art. 15 DSGVO, der jedem das Recht auf kostenlose Selbstauskunft über gespeicherte Daten garantiert. noyb hat nun im Namen eines LinkedIn-Nutzers Beschwerde bei der österreichischen Datenschutzbehörde eingelegt und eine Geldbuße gefordert.
LinkedIn erfasst alle Profilbesuche unter anderem für personalisierte Werbung – und verweist bei kostenlosen Auskunftsanfragen plötzlich auf Datenschutzbedenken Dritter. Dass diese Bedenken bei zahlenden Premium-Mitgliedern offenbar keine Rolle spielen, spricht für sich. Es wäre nicht das erste Bußgeld für LinkedIn: 2024 wurde die Plattform bereits wegen unerlaubter Datenverarbeitung für Werbezwecke zur Kasse gebeten.




