Linux Variante des Remote Access Trojaners DinodasRAT aufgetaucht

Eine vom Kasperky Threat Intelligence Team entdeckte Linux-Version von DinodasRAT, einem Remote Access Trojaner, auch bekannt als XDealer, startete eine weltweite Angriffswelle. Der in C++ geschriebene Multi-Plattform-Backdoor ermöglicht es Angreifern, sensible Daten von Zielcomputern zu ĂŒberwachen und zu stehlen. Nachdem eine Windows-Version dieses RAT (Remote Access Trojan) in Angriffen gegen Regierungseinrichtungen in Guyana eingesetzt wurde, ist nun auch eine Linux Variante im Umlauf, wie die Sicherheitsforscher Kasperky rausfanden.

Im Oktober 2023, kurz nach dem Bekanntwerden der Windows Variante durch ESET, stießen Analysten auf eine Linux-Variante von DinodasRAT. Artefakte deuten darauf hin, dass diese Version (Version 10 laut Angreiferversionierung) möglicherweise schon seit 2022 in Betrieb ist, obwohl die erste bekannte Linux-Variante (Version 7) bislang noch nicht öffentlich beschrieben wurde und auf das Jahr 2021 zurĂŒckgeht.

Die Linux-Implantierung von DinodasRAT zielt hauptsĂ€chlich auf auf Red Hat basierende Distributionen und Ubuntu Linux ab. Bei der ersten AusfĂŒhrung erstellt der Schadcode eine versteckte Datei im gleichen Verzeichnis wie die ausfĂŒhrbare Datei, die als Mutex dient, um sicherzustellen, dass der Implant nur in einer Instanz lĂ€uft.

Zur Herstellung von Persistenz und zum Start verwendet der Backdoor mehrere Schritte, darunter die AusfĂŒhrung ohne Argumente im Hintergrund, die Verwendung von SystemV oder SystemD-Startskripten und das erneute AusfĂŒhren mit der Prozess-ID des ĂŒbergeordneten Prozesses.

Vor der Kontaktaufnahme mit dem C2-Server sammelt der Backdoor Informationen ĂŒber die infizierte Maschine, um eine eindeutige Kennung zu erstellen. Diese UID enthĂ€lt das Infektionsdatum, einen MD5-Hash des dmidecode-Befehlsoutputs, eine zufĂ€llig generierte Nummer und die Backdoor-Version.

Die Linux-Version von DinodasRAT nutzt Systemd und SystemV, um Persistenz auf dem betroffenen System zu etablieren. Die Malware identifiziert das Linux-System und installiert entsprechende Init-Skripte, um die Persistenz des RAT zu gewÀhrleisten.

Die Kommunikation mit dem C2-Server erfolgt Ă€hnlich wie bei der Windows-Version ĂŒber TCP oder UDP, wobei der Domainname und Port im BinĂ€rcode hartkodiert sind. DinodasRAT verwendet ein zeitgesteuertes Intervall, um Informationen an den C2 zurĂŒckzusenden, und erkennt eine Reihe von C2-Befehlen, um verschiedene Operationen auf dem infizierten System durchzufĂŒhren.

ZusĂ€tzlich teilt die Linux-Version von DinodasRAT VerschlĂŒsselungseigenschaften mit der Windows-Version, indem sie Pidgins libqq qq_crypt Bibliotheksfunktionen fĂŒr die KommunikationsverschlĂŒsselung verwendet.

Die aktuelle Infrastruktur, die von den Linux-Versionen von DinodasRAT genutzt wird, war zum Zeitpunkt der Analyse aktiv. Bemerkenswert ist, dass dieselbe IP-Adresse sowohl fĂŒr die Windows- als auch fĂŒr die Linux-Varianten des C2-Domains aufgelöst wird.

Laut Telemetriedaten sind die am meisten betroffenen LĂ€nder und Gebiete China, Taiwan, TĂŒrkei und Usbekistan. FĂŒr mehr Informationen empfehlen wir den vollstĂ€ndigen Artikel von Kasperky zu lesen.

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