Black Basta Ransomware: Softwareschwachstelle ermöglicht Datenrettung

Black Basta ist eine Ransomware as a Service Gruppe, die ihre Software Cyberkriminellen im DarkNet anbietet. Seit seiner Entstehung Anfang 2022 hat die Black Basta Ransomware-Gruppe mehr als 329 Organisationen angegriffen und dabei Zahlungen in Höhe von mindestens 107 Millionen US-Dollar von über 90 Opfern erhalten. Zu den bemerkenswerten Opfern im Jahr 2022 zählen der Schweizer Technologiekonzern ABB, das britische Outsourcing-Unternehmen Capita und Dish Network. Black Basta, vermutlich ein Ableger der Conti-Gruppe, nutzt doppelte Erpressungstaktiken, indem sie sensible Daten von Opfern exfiltriert, bevor sie deren Netzwerke verschlüsselt und mit der Veröffentlichung der gestohlenen Informationen droht, falls kein Lösegeld gezahlt wird.

Security Research Labs (SRLabs) hat einen Decryptor namens “Black Basta Buster” entwickelt, der eine Schwachstelle in der Verschlüsselungsroutine der Black Basta Ransomware ausnutzt. Dies ermöglicht es Opfern, ihre Dateien kostenlos wiederherzustellen. Der Decryptor kann bei Black Basta-Versionen, die zwischen November 2022 und etwa einer Woche vor dem Erscheinen des Decryptors aktiv waren, eingesetzt werden. Die Entwickler der Ransomware haben den Bug inzwischen behoben, sodass der Decryptor bei neueren Angriffen nicht mehr funktioniert. Für größere Dateien, die viele Null-Byte-Abschnitte enthalten, ist eine Entschlüsselung meist möglich. Die Datenrettung scheint aber nur möglich zu sein bei Dateien die grösser als 5000 Byte sind.

Related Posts

Ransomware-as-a-Service (RaaS): ein disruptives Geschäftsmodell der Cyberkriminellen

Ransomware-as-a-Service (RaaS) ist ein disruptives Phänomen in der Cyberwelt, das die Art und Weise, wie Cyberangriffe durchgeführt werden, grundlegend verändert hat. Es handelt sich um ein Dienstleistungsmodell, bei dem Ransomware-Entwickler ihre Malware gegen eine Gebühr oder einen Anteil am erpressten Lösegeld zur Verfügung stellen. Dies ermöglicht es auch weniger technisch versierten Kriminellen, komplexe Cyberangriffe durchzuführen.

Read More

Slay The Spire Mod Downfall wurde gehackt um Malware auf Steam zu verbreiten

Der beliebte Mod “Downfall” für das Spiel “Slay The Spire” wurde am Weihnachtstag gehackt, um Malware über Steam zu verbreiten. Die Malware zielte darauf ab, Benutzerpasswörter aus Internetbrowsern sowie Passwörter für die Messaging-Dienste Telegram und Discord zu stehlen. Betroffene Nutzer sahen ein “Unity Library Installer Popup” beim Starten von Downfall während des Hijacks. Die Entwickler empfehlen, wichtige Passwörter zu ändern, insbesondere solche, die nicht für die Zwei-Faktor-Authentifizierung eingerichtet sind.

Read More

Hackerangriff auf Webseite des Weltkirchenrats

Es gab an Weihnachten einen Ransomware Angriff den Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK), infolge dessen die Kommunikationsysteme incl. die Webseite des Weltkirchenrats lahmgelegt worden sind. Die Seite ist Stand 28.12.23 immer noch nicht erreichbar. Der Generalsekretär des ÖRK Jerry Pillay verurteilte den Hackerangriff. Aktuell ist das IT Team der Organisation noch mit der Wiederherstellung der Systeme beschäftigt. Der in Genf ansässige Weltkirchenrat hat die Schweizer Polizei und die zuständigen schweizerischen Behörden über den Vorfall informiert.

Read More