Sicherheitspanne bei Microsoft: interne Passwörter offen im Netz

  1. April 2024: Die Sicherheitsforscher von SOCRadar entdeckten einen öffentlich zugänglichen Speicherserver auf Microsofts Azure-Cloud-Dienst, der interne Informationen in Bezug auf Microsofts Suchmaschine Bing speicherte.

Der Azure-Speicherserver enthielt Code, Skripte und Konfigurationsdateien mit Passwörtern, Schlüsseln und Anmeldeinformationen, die Microsoft-Mitarbeiter für den Zugriff auf andere interne Datenbanken und Systeme nutzten. Laut einem Interview mit TechCrunch war das Problem, dass der Speicherserver selbst nicht durch ein Passwort geschützt war und somit von jedermann im Internet eingesehen werden konnte.

Laut SOCRadar könnten die offengelegten Daten böswilligen Akteuren potenziell helfen, andere Speicherorte zu identifizieren oder darauf zuzugreifen, wo Microsoft seine internen Dateien lagert. Die Identifizierung dieser Speicherorte könnte zu weiteren erheblichen Datenlecks führen und möglicherweise die genutzten Dienste gefährden.

Die Forscher informierten Microsoft am 6. Februar über die Sicherheitslücke, und am 5. März sicherte Microsoft die betroffenen Dateien. Es ist nicht bekannt, wie lange der Cloud-Server dem Internet ausgesetzt war oder ob jemand außer SOCRadar auf die freigelegten Daten zugriff.

Related Posts

Fujitsu Hackerangriff: Datenleck nach Malware Infektion

Am 15. März 2024 hat die Fujitsu Limited, japanisches Unternehmen in der Informationstechnologie, eine ein Statement veröffentlicht, in dem Sie angab, Opfer eines Hackerangriffs geworden zu sein. Auf mehreren Arbeitscomputern des Unternehmens wurde Schadsoftware festgestellt, die das Risiko von Informationslecks, einschließlich der prekären Preisgabe persönlicher Daten, in sich birgt.

Read More

Fujitsu Datenpanne: Private AWS-Schlüssel und Kundenpasswörter offen im Netz

Der Sicherheitsforscher Jelle Ursem des Dutch Institute for Vulnerability Disclosure berichtete im März 2024 dem Online Magazin The Stack, dass Fujitsu private AWS-Schlüssel, Kundendaten und Klartextpasswörter fast ein Jahr lang unbemerkt öffentlich zugänglich gemacht hat. Der Vorfall ereignete sich, als Fujitsu einen öffentlichen Microsoft Azure Speichercontainer freigab, der Dateien mit persönlichen Informationen und Kundeninformationen enthielt. Der Forscher entdeckte die frei zugänglichen Daten während seiner Untersuchungen. Der Container wahr wohl zwischen März 2022 und 2023 offen im Netz zugänglich. In den Daten sind unter anderem CSV Exporte mit Passwörtern im Klartext aus der LastPass Anwendung enthalten sowie vollständige Mailbox Backups mit Kundendaten.

Read More

Hackergruppe Lockbit: sensible Daten von Pathologie Bochum im Darknet

März 2024 – Die Hackergruppe LockBit 3.0 behauptet im Darknet, sensible Daten der Pathologie Abteilung der Uni Bochum veröffentlicht zu haben. Obwohl es keine direkten Informationen über den Angriff auf die Pathologie selbst gibt, erinnert dieser Vorfall an den schwerwiegenden Cyberangriff auf die IT-Infrastruktur der Ruhr-Universität Bochum im Jahr 2020. Das Threat Intelligence Portals HackManac berichtet im Darknet auf einen Post der Hackergruppe LockBit 3.0 gestossen zu sein, in dem Lockbit3.0 behauptet nach einem Hackerangriff 3,2 GB an sensiblen Daten aus der Pathologie-Einheit der Universität exfiltriert und veröffentlicht zu haben, da die Pathologie Bochum nicht Ihren Lösegeld Forderungen nachgekommen sei. Wir konnten die Echtheit der Daten bisher leider nicht bestätigen, aber sollte das stimmen, so stellt dies ein ernsthaftes Datenschutzrisiko dar.

Read More